Kyrö Gin kommt aus Isokyrö, Finnland, und spiegelt nordische Natur wider: Nadelwälder, Birken, Seen und Flechten. Hauptsache ist finnischer Roggen, Basis des Roggenbrots, für würzige Tiefe. Gegründet 2014 aus einer Sauna-Idee von fünf Freunden; erste Destillation improvisiert, später offizielle Anlagen. Botanicals: Birkenblätter, Cranberry, Mädesüß, Sanddorn, Moosbeeren; sorgen für nordische Kräuter- und Beerenaromen, harmonisch mit Roggenbasis. Nase: Vanille, Engelwurz, Wacholder; Gaumen: florale, fruchtige, würzige Noten, Kräuter, Pfeffer, Zitrus. Abgang lang und Roggen geprägt. Serviert pur auf Eis oder mit Premium-Tonics; Garnitur: Rosmarin, Preiselbeeren.
Finnland im Glas – Von Nadelwald, Wiesen und Roggen inspiriert
Kyrö Gin stammt aus der kleinen Ortschaft Isokyrö in Finnland und fängt die Aromen frischer finnischer Sommer ein. Mit jeder Flasche huldigt die Kyrö Destillerie der nordischen Natur: endlose Nadelwälder, Birken, glitzernde Seen und blühende Wiesen stehen im Kontrast zu kargen Böden und Flechten, die dem Land seinen rauen Charakter verleihen. Im Mittelpunkt steht der finnische Roggen, die Basis des beliebten Roggenbrots, der dem Gin seine unverwechselbare Würze schenkt.
Dieser Gin erzählt von den kurzen, hellen Sommern, der rauen Natur Finnlands – und von Freundschaft, Sauna und der Leidenschaft, aus heimischen Zutaten etwas Einzigartiges zu schaffen. Ein Getränk, das Natur, Tradition und Handwerk auf elegante Weise vereint.
Die Geschichte des Kyrö Gins:
Die Kyrö Distillery Company, Hersteller des bekannten Rye Gins, wurde erst 2014 in Finnland gegründet. Die Idee zur Destillerie entstand auf ungewöhnliche Weise – während eines finnischen Saunagangs. In dieser entspannten Umgebung stellten sich fünf Freunde die Frage, warum niemand bisher einen finnischen Rye Whisky produziert hatte, obwohl Roggen im rauen Klima des Landes seit Jahrhunderten gedeiht und als Grundnahrungsmittel gilt. Noch am selben Tag beschlossen sie, diese Lücke zu schließen – und am nächsten Morgen, nüchtern betrachtet, erschien die Idee ebenso sinnvoll. So nahm die Geschichte der Kyrö Distillery Company ihren Anfang.
Auf der Suche nach einem geeigneten Standort besuchten die Gründer zunächst den Familienbetrieb Heinilä in Isokyrö. Obwohl das Gebäude charmant war, entsprach es nicht den ehrgeizigen Plänen. Auf ihrem Weg entdeckten sie eine leerstehende Molkerei, die von den Arbeitern als Garage genutzt wurde. Dieses improvisierte Umfeld erinnert daran, dass viele große Unternehmen in bescheidenen Anfängen beginnen – so auch Kyrö.
Die erste Destillation erfolgte unter einfachen Bedingungen: Während die Eltern von Head Distiller Kalle verreist waren, verwandelten die Gründer einen Teil des Hauses in eine provisorische Fermentationshalle. Bereits nach einer Woche entstand der erste Versuch in Form von destilliertem Bier, und der charakteristische Geruch von Fermentation erfüllte den Raum. Eine neue Herausforderung wartete jedoch schon: Die nächste Brennereianlage befand sich Hunderte von Kilometern entfernt in Finnlands erster handwerklicher Whisky-Destillerie in Beerhunters, Pori.
Mit diesen ersten Schritten legten die Gründer den Grundstein für eine Brennerei, die Roggen in den Mittelpunkt ihrer Produktion stellt und schnell internationale Aufmerksamkeit erregte.
Die Herstellung des Kyrö Gins:
Die Herstellung des Kyrö Gin basiert auf der Kombination von sorgfältig ausgewählten, einheimischen Botanicals. Die genaue Zusammensetzung bleibt geheim, doch bekannt ist, dass unter anderem Birkenblätter, Cranberrys, Mädesüß, Sanddorn, Moosbeeren und Weißer Spierstrauch verwendet werden.
Bevor diese Zutaten dem Roggenneutralalkohol zugesetzt werden, durchlaufen sie einen eigenen Destillationsprozess. So können die charakteristischen Aromen jeder Pflanze extrahiert und in den Gin integriert werden, ohne dass sie von der Basisnote des Roggens überdeckt werden.
Der resultierende Gin zeichnet sich durch eine feine Balance zwischen den frischen, nordischen Kräuter- und Beernoten und der würzigen, leicht nussigen Basis des Roggens aus. Jede Flasche spiegelt so die Einzigartigkeit finnischer Zutaten und die handwerkliche Sorgfalt der Kyrö Distillery Company wider.
Der Geschmack des Kyrö Gins:
Der Kyrö Gin eröffnet in der Nase ein komplexes Aromenspiel: Cremige Vanille und Engelwurz verbinden sich mit tiefen Wacholdernoten, während subtiler rosa Pfeffer das Orangenblütenaroma schärft. Begleitet wird dies von Kräuterakzenten aus Korianderwurzel und Kardamomsamen sowie von feinen Anklängen an frisch geschnittenes Gras, Zitrusfrüchte und die süßliche Note des Mädesüß. Die rauen Roggennoten und die herbe Wacholderbasis verleihen dem Nosing eine klassische, aber zugleich vielschichtige Struktur, die durch Beeren, Kräuter und Blüten ergänzt wird.
Am Gaumen zeigt der Gin zusätzliche florale und parfümierte Qualitäten: Parma-Veilchen, Heide und ein Hauch von Zimt mischen sich mit Noten von Marzipan, frischer Zitrone und der charakteristischen Würze des Roggens. Vollmundige Kräuternoten, Pfeffer, Kümmel und ätherische Öle von Weidenblumen sorgen für Tiefe und Frische. Gleichzeitig prägen die Säure der Cranberrys sowie die Aromen von Sanddorn und Birkenblättern das Geschmacksprofil und verleihen ihm eine kühle, erfrischende Herbheit. Die Mischung aus kräftiger Würze, dezenter Süße und floralen Nuancen macht den Kyrö Gin zu einem intensiven und zugleich ausgewogenen Erlebnis.
Im Abgang zeigt sich der Gin klar vom Roggen geprägt, begleitet von frischen, würzig-kräuterigen Noten wie Wacholder, Pfeffer, Zitrone, Sanddorn, Anis und ätherischen Ölen. Er wirkt insgesamt reif, elegant und zurückhaltend, mit einer lang anhaltenden Präsenz, die klassische Gin-Stile würdigt.
Serviervorschläge für den Kyrö Gin:
Der Kyrö Gin entfaltet sein volles Aroma besonders gut, wenn er pur auf Eis oder als hochwertiger Gin Tonic serviert wird. Für den perfekten Gin Tonic empfehlen sich Premium-Tonics wie Fever-Tree Mediterranean, Fever-Tree Premium, Thomas Henry oder Goldberg, die die komplexen Botanicals des Gins harmonisch ergänzen, ohne sie zu überlagern.
Als Garnitur eignen sich ein frischer Rosmarinzweig und einige Preiselbeeren, die nicht nur optisch Akzente setzen, sondern auch die nordischen, würzig-fruchtigen Noten des Gins unterstreichen. So entsteht ein erfrischender, aromatisch ausgewogener Drink, der sowohl puristische Genießer als auch Freunde kreativer Cocktails anspricht.